Camping-, Zelt- und Wohnmobilplatz "Margarethenruh"

Das Wattenmeer mit seinen Bewohnern Vortragsreihe"

in Nordstrand-Süderhafen Nordsee

im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

im Weltnaturerbe Wattenmeer. 

Ausbooten vor Rungholt

1.        Die Flora und Fauna des Wattenmeers.   Der Lebensraum “Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ ist durch den Wechsel der Gezeiten, starke Schwankungen des Salzgehaltes, hohe Sommertemperaturen und gelegentliche Eisbildungen im Winter geprägt. Zahlreiche ökologische Nischen haben sich so mit einer außerordentlich hohen Produktivität bilden können. Sie sind daher für viele Fische die „Kinderstube“ und für den ostatlantischen Vogelzug eine internationale Drehscheibe. Die ökologische Bedeutung des Wattenmeeres reicht somit von der Arktis bis Südafrika. Der Beltingharder Koog  unmittelbar hinter den Seedeichen gelegen, wurden dem Meer abgerungen sowie die Salzwiesen im Bereich von Süderhafen auf der Insel Nordstrand sind ökologisch herausragend. Wir finden hier ein Süßwasser und ein Salzwasserbiotope mit großräumigen  Feuchtgebieten und mit interessanten Wechselbeziehungen zum Wattenmeer.

2.        Das Meer, die Deiche mit Ebbe und Flut..   Im norddeutschen Wattenmeer sind deutliche Anzeichen des Klimawandels zu erkennen. Besorgt registrieren wir einen Rückzug des Schlickwatts und eine Ausdehnung grobkörniger Sandböden. Darin sehen sie Anzeichen einer langfristig problematischen Entwicklung. Weil sich genügend neue Sedimente ablagerten, vermochte das Watt über Jahrtausende dem langsamen Anstieg des Meeresspiegels zu folgen. Doch dieses Mitwachsen des Wattbodens scheint nun gestört. Der Meeresspiegel steigt schneller. "Das verändert nicht nur die Ökologie des Wattenmeeres. Auch der Mensch muss seine Besiedlung an der Küste dieser neuen Situation anpassen.

3.        Die große Manndränke und Ihre Folgen für die Insel Strand  Bis heute gibt der Meeresboden um die Insel immer wieder Überbleibsel aus vergangenen Zeiten frei: Totenschädel, alte Brunneringe oder Porzellan sind bei Ebbe zwischen Nordstrand und Pellworm zu finden. 1362 zerstörte eine große Sturmflut weite Teile der Landschaft, die zur damaligen Zeit noch die beiden Inseln verband. Rund 50.000 Menschen ertranken bei der "Manndränke", besonders betroffen war die damalige Edornsharde mit dem Ort Rungholt. 1634 brach die nächste große Flut über die Menschen herein, wieder starben Tausende. Viele Kirchspiele wurden von den Wassermassen einfach ausradiert. Die Reste des Landstrichs bilden heute in den Grundzügen die Halbinsel Nordstrand. Durch Eindeichungsmaßnahmen wurde der Nordsee ab Ende des 16. Jahrhunderts wieder ein Teil des Meeres abgetrotzt. Aus dieser Zeit stammt auch der bis heute erhaltene Spruch "Wer nich will dieken, de mutt wieken" ("Wer nicht deichen will, muss weichen).

4.        Das Norddeutsche Wattenmeer im Klimawandel der Zeit.   Mit Stürmen ist es merkwürdig – entweder sie sind unverändert, oder sie werden schlimmer. Besser wird es mit ihnen nicht. Kann auch nicht anders sein, denn Stürme sind Instrumente von Strafe, nicht von Belohnung. Rungholt ging aus gutem Grund unter, wegen der Sünder. So die soziale Konstruktion. Wir verändern seit geraumer Zeit das Klima, also die Statistik des Wetters. Es wird wärmer, derzeit noch recht langsam; es wird deutlicher werden in diesem Jahrhundert, und auch danach noch. Die Analyse der Beobachtungen der letzten Jahrzehnte, der Vergleich mit historischen Schwankungen und mit  Modelprojektionen zeigen überdeutlich auf eine menschgemachte Erwärmung. Aber die Stürme bei uns verändern sich zumindest seit Napoleons Zeiten nicht systematisch. Soweit die wissenschaftlichen Fakten. Aber in den Medien, in dem öffentlichen Diskurs, im interessengeleiteten politische Streit wird aus der Erwärmung die Klimakatastrophe.

5.       Das Leben von früher und heute auf den Halligen.   Halligen sind im Verlauf der Jahrhunderte aus größeren, mehr zusammenhängenden Landmassen entstanden, die durch Sturmfluten auseinander gerissen wurden. Auf den deutschen Halligen leben insgesamt weniger als 350 Menschen. Ihren Erwerb beziehen sie heute hauptsächlich vom Tourismus, Küstenschutz und Landwirtschaft. Die Landwirtschaft umfasst vor allem die Viehzucht durch Grasen auf den fruchtbaren, häufig überfluteten Salzwiesen im Auftrage von Landwirten, die auf dem Festland wohnen. Außerdem berichtet Robert Brauer über die Jahreszeiten auf einer Hallig, das Wattenmeer, die Natur, Sturmfluten und über Land und Leute.

Veranstaltungsort: Die Vorträge werden bei uns auf dem Platz durchgeführt. Entweder in unserer Grillecke oder bei einer schlechten Wetterlage in unserem Aufenthaltsraum. Hierzu zeigen wir Ihnen Lichtbilder, die noch nie veröffentlicht wurden. Im Nachhinein können wir dann in gemütlicher Runde beisammen sitzen, diskutieren und dabei noch ein Bier oder eine Flasche Wein trinken.

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