Geschwaderfahrt in die Eider oder auch weiter !!!

Vorschlag

In der Leuchtturm Ausgabe Nr. 75 vom Dezember 2023 wurde ich von Ludwig indirekt darauf hingewiesen, als ein Wink mit dem Zaunpfahl, ob ich nicht noch einmal eine Reise durch die Eider organisieren könnte. diesmal aber nicht mit den Adlern Schiffen, sondern auf eigenem Kiel.

Am Telefon hatte er mich dann auch überredet. Üder die Feiertage habe ich mir dann die Zeit genommen, Vorschläge dazu auszuarbeiten..

 

Erstes Wochenende von Freitag bis Sonntag von Kiel nach Tönning oder nach Friedrichstadt.

Unter der Woche: wer Lust und Zeit hat, von Montag bis Freitag, kleine Erkundung der Hallig- und Inselwelt des Nordfriesischen Wattenmeers.

Zweites Wochenende: von Freitag bis Sonntag wieder zurück von Tönning über Kiel nach Kappeln.

 

 

 

Da Kappeln und die Eider mit dem Auto in weniger als 60 Minuten zu erreich sind, habe ich diesen Törn in drei Sparten  aufgeteilt. Wer es ganz gemütlich angehen will und unter der Woche keine Zeit hat, lässt sein Schiff einfach in Friedrichstadt oder in Tönning liegen und beendet am nächsten Wochenende die Exkursion in die Eider wieder in seinem Heimathafen.

Das Wattenmeer: Wer daran interessiert ist, das Weltnaturerbe Wattenmeer mit seinen Strömen, Prielen und Sandbänken und natürlich auch mit seinen Halligen einmal selbst zu erforschen, kommt mit uns auf die Nordsee.

Bei den Ostsee-Seglern hat die Nordsee zwar einen schlechten und gefährlichen Ruf. Dies aber entspricht nicht den Tatsachen. Die Einfahrten/Gatten im Nordfriesischen Wattenmeer können auch bei schwerem Wetter während der Ebbe befhahren werden. Das gilt aber nicht für die Ostfriesischen Inseln. Dort besteht dann in der Brandung während der Niedrigwasserzeiten die Gefahr einer Strandung/Grundberührung..

Ein paar Vorbereitungen und Informationen gehören aber auch dazu. Seit 1963 nutze ich den Weg um von der Ostsse in die Nordsee zu kommen. Das 1.Mal mit dem Folkeboot FG 139 betrieben von einem Seagull Außenborder. Der Schleusenwächter wollte uns erst einmal nicht in die Kleine Schleuse einlaufen Lassen, Der Motor wäre zu laut! Das Wissen, die Erfahrungen und die Tipps zu solch einer Fahrt, werden wir Euch natürlich gerne im Vorwege, um Vorurteile auzubauen, bei einer Informationsveranstaltung im Cokordia vermitteln.

 

1. Freitag: Treffen in Kiel Vor dem NOK mit anschließender Schleusung
Ankern am Flemhuder See oder Weiterfahrt zum Borgstedter See
Festmachen an den Resten des alten Eiderkanals mit Grillen an Land.
Dieser Platz kann auch mit dem Auto erreicht werden.

Der Nord-Ostsee-Kanal verbindet die Nordsee mit der Ostsee. Im Jahre 1887 erfolgte die Grundsteinlegung und 1895 die Eröffnung der kleinen Doppelschleuse Brunsbüttel und Holtenau. Die großen Doppelschleusen in Brunsbüttel und Holtenau wurden 1914 eröffnet. Der Nord-Ostsee-Kanal ist eine Bundeswasserstraße und die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt.

Die Einfahrt zur Schleuse Gieselau aus dem dem Kanal kommend, liegt bei Kanal Kilometer 43,5. Ggestartet sind wir bei Kanal Kilometer 98,5. Der Gieselaukanal mit einer Länge von 2,8 Kilometern verbindet die Untereider und Nord-Ostsee-Kanal miteinander. Er kann bis zu einem Tiefgangbis zu 2,70 m befahren werden. Heute wird er primär von Sportbooten genutzt. Von der Schleuse Gieselau kommen wir nach 2 Kilometer Fahrt in die aufgestaute Eider. Rechts geht es nach Rendsburg und links Richtung Tönning. Wir strarten nun bei km 22 und die Eider endet dann bei Km 111 am Eidersperrwerk. danach kommen wieder die Seemeilen zum Einsatz.

1. Samstag: Weiterfahrt über Rendsburg zum Gieslau Kanl mit Schleusung in die aufgestaute Eider. Danach geht es weiter über Schleuse in Lexfähr und der Brücke in Pahlen. Eventuell ankern im Windschatten der Bäume oder  Festmachen in Süderstapel. Wir haben aber noch weitere Möglichkeiten.  Genaue Pläne werden auf unserer Reise den Gegebenheiten angepasst.

Zu Beginn der Entwicklung hatte die Eider eine Flusslänge von etwa 200 km und ein Einzugsgebiet von 3300 km². Die Eider blickt auf eine sehr lange Geschichte als Wasserweg zurück. Schon während der Wikingerzeit diente die Route von der Nordsee durch die Flüsse Eider und Treene und weiter über Land nach Haithabu an der Schlei als Verbindung zum Ostseeraum.

Die Eider ist seit dem Mittelalter starken Veränderungen unterworfen gewesen. Eingriffe im Flusslauf und damit verbundene Änderungen des alten Flussbettes sind heute auf Luftbildern noch deutlich zu erkennen. 

1. Sonntag: Ablegen in Richtung Norfeldt. dort werden wir dann in die Teideneider geschleust. Es kommt nun die Straßenbrücke und die Eisenbahnbrücke. Hier kann mann auch in die Trenne nach Friedrichstadt schleusen. Nun kommt noch die Straßenbrücke in Tönning. Dieser Hafen fällt bei Niedrigwasser trocken.Es gibt hier gute Liegeplätze.

 

Montag bis Freitag: Und nun geht es weiter über das Eidersperrwerk auf die Außeneider. Wenn die Windrichtung stmmt, werden nun die Segel gesetzt. Aber meist motoren wir noch an St.Peter Ording vorbei ist und wir offenes Wasser haben.Geplant ist nun von der Außeneider in die Süderhever und danach in die Norderhever einzulaufen. Vorbei geht es dann an der Hallig Süderoog und an Hallig Südfall vorbei Richtung Pellworm zu segeln.

Eventuell legen wir dort dann an. Die Norderhever mündet dann bei der Tiedengrenze in die Süderaue. Vorbei an den Halligen Nordstrandisch Moor, Habel, Gröde und Langeness könnte Hooge neben Amrum ein ganz interresantes Ziel sein. Bei Annemie im Friesenpesel wird ein ganz auchgezeichneter Labskaus serviert.

Das Segeln im Wattenmeer heist:  immer improvisieren, zu unmöglichen Zeiten aufzustehen und sich nach den Gezeiten und dem Wetter richten zu müssen. Die Natur in dieser Region entschädigt uns aber in bester Weise für diese Qualen.Das Nordfriesische Wattenmmer ist  etwas  für Kenner. Ich behaupte, dass es zu einen der schönsten und interressantesten Segelrevier in unserer Regionon zählt.

Das Wattenmeer der Nordsee ist eine im Wirkungsbereich der Gezeiten liegende, etwa 11.500 km² große, rund 500 km lange und bis zu 40 km breite Landschaft zwischen Dänemark und den Niederlanden. Den bei Niedrigwasser freiliegenden Grund der Nordsee bezeichnet man als Watt. 

Das Watt wird zweimal am Tag während des Hochwassers überflutet und fällt bei Niedrigwasser wieder trocken, wobei das Wasser oft durch tiefe Ströme  abfließt. Der zeitliche Abstand zwischen einem Hochwasser und einem Niedrigwasser beträgt durchschnittlich sechs Stunden und zwölf Minuten. Es ist vor etwa 7500 Jahren entstanden und dient heute daher vielen Vögeln und Fischen als Rastplatz und Nahrungsquelle.

Regularien und Zeiten:

Da wir ja in Deutschland leben, müssen wir auch einige Regularien und Regeln beachten. Aber es sind nicht viele, welche für uns Sportbottfahrer zur Anwendung kommen. Einmal sind es die weißen Lichter für die Sportboote für die Genehmigung zum Einschleusen. Und wenn im NOK drei rote Lichter übereiander brennen, dann müssen wir eben so lange warten, bis die Großschiffahrt uns passirt hat.

Rückreise von Freitag bis Sonntag:  von Tönning über Kiel nach Kappelm. Hier werden wir uns den Gegebenheiten und den Rücktörn etwas anders gestalten und  anpassen. Vieles haben wir auf der Hinreise noch nicht bemerkt oder gesehen. Packen wir es an.

Die Fahrt durch die Ebe haben wir nur ganz selten genutzt. Eine Fahrt über die Eider ist viel abwechslungsreicher und immer wieder anders. Die Natur , die Landschaft und  die Tierwelt ist zu jeder Jahreszeit sehenswert. Ihr werdet dies ja eventuell einmal selbst kennenlernen.

Als Wassersportler sind wir es ja gewohnt in der Natur zu leben. Die Eider ist aber Natur pur, fast kein Schiffsverkehr, keine Autos, kein Lärm, und viel Natur im Zentrum von Schleswig Holstein, in unsere Heimat im Norden.

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